Allgemeines:

Die Sankt Gallus Kirche steht voraussichtlich an der Stelle an der zuvor das Aureliakirchlein, das aus der 2. Hälfte des 5 Jahrhunderts stammt und somit wohl das älteste christliche Bauwerk in Bregenz war. Die Sankt Gallus Kirche selbst findet ihre erste urkundliche Erwähnung bei der Gründung des Klosters Mehrerau 1079. Ab 1196 wurde sie von mehrerauer Mönchen betreut, seit 1670 von Weltpriestern.

 

Architektur:

Mächtige barocke Anlage unter steilem Satteldach mit breitem Chorbau und niedrigeren querschiffartig angesetzten Seitenkapellen. Wände mit Rundbogenfenstern gegliedert. Großer spätgotischer mit Kaffgesims in 3 Geschosse gegliederter Turm. An der Außenseite befinden sich Grabsteine und Epitaphien. Mehrere Renovierungs- und Umbauphasen. Nach einem Brand im Jahre 1477 wurde der Chorraum erneuert und der Turm zugebaut (geweit 1480). 1737 erfolgte ein Umbau nach den Plänen von Franz Anton Beer inklusive neuer Einrichtung und Ausstattung.

 

Gemälde und Wandverzierungen:

Vor dem Eingang wird man von 2 großen Sandsteinfiguren – Petrus und Paulus – begrüßt. Diese wurden laut Aufzeichnungen von Johann Josef Christian, 1740, geschaffen. Tritt man nun durch die große Holztür und blickt direkt unter dem Eingang nach oben, kann man ein spätgotisches Fresko der Hand Gottes mit dem Schriftband ‚der fride gotes sy mit iuch‘ erkennen, dieses wurde um das Jahr 1480 geschaffen.

Weitere Fresken:

Josef Wegscheider, 1738, im Chor: Himmelfahrt Christi, im Langhaus vorne beim Chorbogen im Vierpass der Heilige Geist, von Engeln umgeben und in der Mitte die Himmelfahrt von Maria. Über der Orgelempore das Herz-Jesu mit drei Nägeln darin und Engeln. In den Stichkappenzwickeln finden sich die vier Evangelisten mit ihren dazugehörigen Symbolen (Lukas mit dem Stier, Johannes mit dem Adler, Markus mit dem Löwen und Matthäus mit dem Menschen) in Grisaillemalerei.

In den Seitenkapellen finden sich auf der Decke links Maria und rechts der heilige Josef. An der Orgelfront auf der Brüstung sind die 4 Kirchenväter (St. Hieronymus, St. Gregorius, St. Augustinus und St. Ambrosius) von W. Kolmsberger 1940 gemalt. An Wänden und Wandpfeilern Apostelzeichen mit Stuckrocaillekartuschen, im Scheitel des Chorbogens von Stuckvorhang und Putten gerahme Uhr. Weiterer Stuck mit Kartuschen, Gitterwerk, Rocaillen, Blumengirlanden und –bouquets und Puttengruppen von Abraham Bader, 1746.

Gemälde in Stuckrahmen in der linken Seitenkapelle zeigt die Kreuzigung Christi, aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. An der Rückwand sieht man ein Gemälde von Jesus und den Sündern.

In der rechten Seitenkapelle zeigt das Gemälde aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Stuckrahmen die Anbetung des Kindes. Diese beiden Ölgemälde waren bereits vor dem Umbau 1737 in diese Kirche und schmückten zuvor die auf diese Bilder geweihten Altäre.

 
 

Einrichtung:

Im Chorraum steht ein imposanter Hochaltar aus dem Jahre 1746 von Abraham Bader. Für diesen gab die Stifterin Kaiserin Maria Theresia 1500 fl. Hierbei handelt es sich um einen Viersäulenaufbau auf geschwungenem Grundriss, hohem Sockel, verkröpftem Gebälk mit Wappenkartusche, Bindenschild und österreichischem Erzherzogshut. Das Altargemälde zeigt die Anbetung der Hirten von Franz Georg Hermann (Ulmer 1936 nennt den Künstler Franz Benedikt Hermann) aus dem Jahr 1740. Hierbei sei zu erähnen, dass eine der Hirtinnen die Züge der kaiserlichen Stifterin trägt. Links erkennt man die Figuren des heiligen Papst Gregor und Petrus und rechts die heiligen Paulus und Gallus; urkundlich von Johann Georg Brem. Tabernakel urkundlich von Franz Xaver Deifele, 1789.

Der rechte Choraltar wurde  vom Bregenzer Bürger Godofredus Giesinger für sich und seine Frau M. Agathe Steger im Jahre 1836 gestiftet. Darüber befindet sich ein Gemälde der Kreuzigung und Beweinung Christi.

Der linke Choraltar ist eine Schenkung von J. Adam Girer und Franziska Egg aus Bregenz im Jahre 1841, darüber Gemälde der heiligen Maria mit Jesus und der heiligen Elisabeth mit dem heiligen Johannes mit Wappen und Jahreszahl 1648.

Das Chorgestühl stammt aus der Mehrerauer Stiftskirche und wurde 1808 bei deren Abbruch in diese Pfarrkirche übertragen.

zu den Seitenaltären:

Diese wurden von Andreas Bentele urkundlich 1750 aus Stuckmarmor geschaffen und von Johann M. Schmadel aus Weiler gefasst.

Ganz links ein Zweisäulenaufbau mit einem Gemälde des heiligen Magnus; im Bild darüber der heilige Christophorus, urkundlich von dem Bregenzer Maler  Johann Bernhard Müller 1750/51.

Der zweite Seitenaltar zur Linken des Chorraums ist ein Volutenrahmenaufbau, der statt eines Gemäldes die Figur der heiligen Maria mit Kind darstellt. Diese wird dem Meister der Riedholzer Figuren um 1430 zugeschrieben. Das Oberbild zeigt die Opferung Isaaks, dieses wird Johann Bernhard Müller zugeschrieben.

Rechts des Chorraums wieder ein Volutenrahmenaufbau mit einem Gemälde der Taufe Christi, urkundlich von F. A. Wassermann aus dem Jahr 1765. im Oberbild die Anbetung der Könige.

Ganz rechts ein Zweisäulenaufbau, das das Gemälde Glorie heiliger Nikolaus zeigt; im Oberbild der heilige Gebhard; beide urkundlich von Johann Bernhard Müller von 1750.

Kanzel:

Mit geschwungenem Korb und Volutenschalldeckel von Andreas Bentele und Johann Wilhelm Hegenauer. Am Korb auf Voluten sitzende Putten mit Kelch, Kreuz, Herz und Anker, Symbolzeichen der Eucharistie, Glaube, Liebe und Hoffnung. Am Schalldeckel Figur des heiligen Paulus mit vier Evangelistensymbolen von Franz Anton Kuen, um 1740.

Figuren an der Langhauswand:

Links sieht man die Heilige Theresia gefolgt von der heiligen Elisabeth, rechts den heiligen Georg und den heiligen Gebhard; 1750 (1889 aus München erworben).

 

Heilige:

Ambrosius (*339-†397): Die Legende besagt, dass ein Bienenschwarm sich auf dem Kind niederließ, es aber nicht stach, sondern es mit Honig fütterte, womit seine honigsüße Sprache in seinen Schriften und Lobgesängen erklärt wird. Als Statthalter von Ligurien und der Emilia genoss er durch seine Milde und Gerechtigkeit großes Ansehen. Er wurde auch zum Bischof von Mailand gewählt. Ambrosius‘ Fürsprache bewog den Kaiser Theodosius I. dazu das Christentum als alleinige Staatsreligion festzulegen. Er war ein großer Hymnendichter.

 

Augustinus (*354 - †430): In jungen Jahren von Geldnot betroffen schloss er sich einer Straßenbande an. Danach schloss er ein Studium in Rhetorik ab und konnte der Bibel aufgrund ihrer einfachen Sprache gar nichts abgewinnen. Er schloss sich der geistig religiösen Strömung, dem Manichäismus an, er erschien ihm als die tiefere und radikalere Form des Christentums. Seiner eigenen Aussage zufolge hatte er im Jahr 386 eine Erscheinung aufgrund welcher er zum Christentum konvertierte. Er war begeisternder Prediger und bekämpfte scharf alle abweichenden Lehren. 397 schrieb er einen Brief über Regeln für das Leben in einem Kloster. Daraus entstanden die Regeln für die in den kommenden Jahrhunderte weit verbreiteten Zweige des Autustinerordens. Er gilt als einer der größten Theologen der Kirchengeschichte. Überliefert sind fast 1000 Predigten, 113 Bücher  und 218 Briefe. In seinem bekanntesten Werk ‚Confessiones‘ (= Bekenntnisse), es umfasst 13 Bände und handelt von seinen jungen Jahren, schreibt er unter anderem von feuriger Gottesliebe schreibt, durch welche Passage ihm das Attribut des flammenden Herzens zugeschrieben wird. Augustinus gilt als der wichtigste Kirchenvater der Westkirche und wird ‚Kämpfer gegen Irrlehren‘ genannt.

 

Christophorus (*? – †250): Er trägt einen Stab und Jesus sitzt auf seiner Schulter. Der Legende nach war er ein Riese und half Menschen aufgrund seiner Größe über einen Fluss. Eines Nachts rief ein Kind und er trug es über das Wasser – das Kind aber wurde immer schwerer und er wurde untergetaucht – am anderen Ufer erkannte er Jesus seinen Herrn. Er wurde aus der Liste der kanonischen heiligen 1962 gestrichen, da seine Existenz legendär ist. Vom 13. bis ins 16. Jahrhundert galt man den Tag vor unvorhergesehenem Tod geschützt, wenn man am Morgen das Bild des Christophorus betrachtet hat. Durch Papst Pius XI (Papst von 1922 – 1939) wurde er zum Schutzpatron der Autofahrer ernannt – noch heute sieht man an Christophorus erinnernde Gegenstände von Rückspiegeln hängen. Rettungshubschrauber tragen auch gerne seinen Namen. Er ist einer der 14 Nothelfer.

 

Elisabeth (*?-†Anfang des 1. Jhdt.): Sie war verwandt mit Maria, Jesu Mutter, und blieb lange kinderlos. Erzengel Gabriel erschien ihrem Mann und verkündete die Geburt eines Sohnes. Daraufhin wurde sie Mutter von Johannes dem Täufer.

 

Gallus (*um 550 - †um 640): Er war ein irischer Mönch, der mit Kolumban um 590 auf das europäische Festland kam, um die Menschen dort zu missionieren und Klöster zu gründen. Um 610 kam er mit Kolumban nach Bregenz, zerstörten hier Götzenbilder und versuchten die hier ansässigen Bevölkerung zum Christentum zu konvertieren. Später zog er weiter ins heutige St. Gallen, das nach ihm benannt ist und an der Stelle an welcher er in Einsiedelei lebte wurde das Kloster St. Gallen errichtet. Auch Heilungen werden ihm zugeschrieben.

 

Gebhard (*949-†995): Er wurde im Schloss Hohenbregenz geboren und bei seiner Geburt starb seine Mutter, weshalb er in der Domschule in Konstanz erzogen wurde. Kaiser Otto II. ernannte ihn im Jahr 979 zum Bischof von Konstanz. Er war Patenonkel von Otto III. und gründete 983 das Benediktinerkloster Petershausen. Er soll auch einen Lahmen geheilt haben, indem er ihn an seinem Stab aufrichtete. Schon unmittelbar nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt.

 

Georg (*um 280 - †305): Einer der beliebtesten Heiligen der christlichen Welt. Er soll zahlreiche Folter über sich ergehen haben lassen müssen und sei auch dreimal gestorben und wieder auferstanden. Größte Bekanntheit hat die Legende über den Drachenkampf. In einem See vor der Stadt Silena in Lybia (oder Cyrene) hauste ein Drachen, dem die Bewohner täglich Lämmer opfern mussten. Als diese aus waren wurden Söhne und Töchter geopfert. Als das Los die Königstochter traf und sie am See war erschien Georg schwang die Lanze mit dem Zeichen des Kreuzes und durchbohrte das Monster. Er wurde in die Stadt transportiert und Georg versprach das Biest zu töten wenn die Bewohner zum Christentum konvertierten. Nachdem Georg den Drachen getötet hatte ließ sich der König, sowie der Rest des Volkes taufen. Georg ist ein der 14 Nothelfer.

 

Gregor/Gregorius (*540 - †604): Er war Sohn eines sehr reichen Vaters, studierte Grammatik, Rhetorik und Verwaltungswesen und wurde bereits mit ca. 30 Jahren Präfekt. Nach dem Tod seines Vaters, gründete aus dem Palast der Familie ein Kloster,  veräußerte er das ganze Hab und Gut und gründete 6 weitere Klöster. Zahlreiche Wohltaten, Bittgänge und wunderbare Wirkungen wurden seinen Gebeten und Bemühungen zugeschrieben. 590 gab es eine Überschwemmung, gefolgt von der Pest in Rom, dieser fiel auch der damalige Papst Pelagius II. zum Opfer. Die Wahl des neuen Papstes fiel auf Gregor. Unter Gregor übernahm das Papsttum die Macht in Italien. Es gelang ihm Rom vor Byzanz als Zentrum des Christentums zu installieren. Ihm ist es zuzuschreiben, dass England, die Langobarden und auch Spanien rekatholisiert wurden. Er führte die gregorianischen Choräle, sowie die 7 Todsünden ein. Auch Wunder werden ihm zugeschrieben.

 

Hieronymus (*347 - †420): Er sprach 7 Sprachen, weswegen er beauftragt wurde die Bibel aus den Urtexten ins Lateinische zu übersetzen, diese Überetzung gilt bis heute. Er reiste nach Bethlehem, wo er 386 ankam und 4 Klöster gründete, in einem übernahm er die Leitung. Durch seine Schriften wurde er zu einem der bedeutendsten Theologen aller Zeiten. Im gesamten Mittelalter blieb er die große Lehrautorität in Bibelfragen, sowie dem asketischen und dem Kosterleben.

 

Isaak (*1896 v. Chr. - †1716 v. Chr. nach jüdischer Zeitrechnung): Isaak ist der zweite Sohn Abrahams und der erste mit seiner Frau Sara. Sara wurde der Überlieferung nach aufgrund einer Verheißung Gottes im hohen Alter von 90 Jahren schwanger und das Kind soll auf den Namen Isaak hören. Er war es auch, der von Abraham im Alter von 25 Jahren geopfert werden soll, was Gott als Prüfung seines Gehorsams sah und ihn kurz davor noch davon abhielt. Als Isaak 60 Jahre alt war gebar Rebecca, seine Frau, Zwillinge, Esau und Jakob. 137 jährig wollte er Esau den Erstgeburtssegen erteilen, wurde aber von Jakob hintergangen und der Segen fiel stattessen auf Jakob. Er gilt ob seiner Opferung als Symbol Christi und als Vorgänger als ‚Lamm Gottes‘.

 

Johannes (*5v. Chr. - †nach 29): Hierbei handelt es sich um Johannes den Täufer. Christliche Kirchen sehen ihn als den letzten großen Propheten vor Jesus an. Johannes erkannte bei der Taufe Jesu dessen Besonderheit, bei dieser Taufe wurde Jesu Göttlichkeit auch zum ersten Mal offenbar, so sprach vom Himmel ‚Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen‘. Johannes klagte öffentlich über die unrechtmäßige Verbindung des Herodes Antipas mit seiner Schwägerin Herodias, was ihn den Kopf kostete. Neben Jesus und Maria ist Johannes der einzige, dessen Geburtstag gefeiert wird. Johannes- oder Sonnwendfeuer werden heute noch angezündet, ist der 24. Juni doch Johannes‘ Geburtstag. Diese Feuer sollen böse Dämonen und Hagelschäden abwehren. Dem Johannniskraut, das um diese Zeit blüht, schrieb man zu vor Teufeln und Geistern zu schützen; die Johannisbeere wird um diese Zeit reif; Johanniskäfer (Glühwürmchen) beginnen um diese Zeit zu leuchten.

 

Josef (*? - †16?): Da wir hier keinen Anhaltspunkt haben um welchen Josef es sich handelt nehmen wir aufgrund der Kleidung an, dass es sich um Jesu Vater handelt. Der Überlieferung nach war Josef bereits 80 Jahre alt als er erfuhr, dass Maria schwanger ist und wollte sich von ihr trennen, da er meinte sie ginge ihm fremd. Ein Engel klärte ihn dann auf, dass sie durch den heiligen Geist schwanger wurde und er blieb bei ihr. Nach der Geburt mussten sie wegen der Kindermorde nach Ägypten fliehen, um 4 Jahre später wieder nach Jerusalem zurückzukehren. Josef bleibt im neuen Evangelium stets leise, kein Wort von ihm ist überliefert.

 

Magnus (*699 - †772): Einerseits gibt es Erzählungen, dass Magnus mit Kolumban und Gallus zusammen missionieren war, was aber allein schon mit dem Datum seiner Geburt nicht zusammenstimmen kann. Die Legende besagt, dass er bei einer Wallfahrt nach Bobbio, dem Grab des Kolumban, dort dessen Abtstab erhielt, mit welchem er allerlei Wunder wirkte. So bezwang er mithilfe des Stabs Drachen, Bären, aber auch Ungeziefer, was ihn zum Patron gegen diese Plagegeister machte. Ihm wird auch die Heilung eines Blinden in Bregenz nachgesagt.

 

Nikolaus (*283 - †348): Als seine Eltern an der Pest starben verteilte er deren Reichtum unter den Armen. Dabei gab er mehreren jungen Frauen durch das Fenster, oder den Kamin (in die darin aufgehängten Socken) Geld, was noch heute den Brauch mit den mit Süßigkeiten gefüllten Socken erklärt. Nach einer Pilgerreise nach Rom wurde er zum Bischof von Myra (in der heutigen Türkei) gewählt. Er rettete Gefangene und Schiffbrüchige, weshalb er zum Patron von beiden wurde. Im Zuge der Christenverfolgung wurde er um 310 gefangen genommen und gefoltert. Im 6. Jahrhundert entwickelte sich in Byzanz ein Kult um ihn, dieser breitete sich aus und noch heute gilt Nikolaus als eine zentrale Figur in Russland. Im 14. Jahrhundert entstand in Klosterchulen der Brauch des ‚Bischofsspiels‘ was in weiterer Folge zu dem heutigen Brauch führte, dass Nikolaus die Kinder beschenkt (seit 1555 belegt).

 

Paulus (*8 - †64): Saulus war gläubiger Jude und zog nach Jerusalem um im Glauben gelehrt zu werden. Er verfolgte die christliche Kirche und sah sie als jüdische Sekte an. Er bekam den Auftrag in Damaskus Christen zu verfolgen, doch am Weg dorthin hatte er eine Begegnung mit dem auferstandenen Jesus, was sein Leben änderte. Die bekannte Geschichte – Saulus wird zu Paulus. Er wurde selbst zum Christ und sah sich der Verfolgung ausgesetzt. Seine zweite Missionsreise führte ihn nach Europa, wo er Lydia von Philippi ,und damit den ersten Menschen in Europa, taufte. 57 wurde er gefangen genommen und ca. 61 nach Rom überstellt. Dort konnte er der Überlieferung nach 2 Jahre lang weiter predigen. Es gibt Annahmen, dass er dort 67 eines natürlichen Todes starb, andere wiederum sagen er starb 64 als Märtyrer bei der von Nero befohlenen Christenverfolgung. Er verfasste auch einige Briefe, die sich im neuen Testament wiederfinden.

 

Petrus (*um 1 - †um 64): Petrus war ein Jünger Jesu und zuvor Jünger von Johannes dem Täufer. Hier nur in aller Kürze ein paar Momente im Leben Petri. Die Heilung seiner Schwiegermutter durch Jesus war eines der ersten Wunder durch Jesus. Als Jesus über das Wasser lief war Petrus skeptisch und wollte es ihm gleich tun, als Jesus ihn rettet erkennt Petrus ‚Du bist in Wahrheit Gottes Sohn.‘ Petrus verleugnete Jesus dreimal ehe der Hahn krähte, wie es ihm Jesus vorhersagte. Ihm wurde aufgetragen Menschenfischer zu werden und ihm wurde auf den Golan-Höhen die Schlüssel des Himmelsreichs übergeben, weshalb er heute noch als Bewacher der Himmelspforte gilt. Ihm sagte Jesus in einer Erscheinung ‚Weide meine Lämmer‘, weshalb er noch heute eine herausragende Stellung hat und die Päpste heute noch Nachfolger Petri genannt werden.

 

Theresia (*1515 - †1582): Hier handelt es sich wahrscheinlich um Theresa von Ávila (die Große), da diese gerne mit einem Herz dargestellt wird und wir das von ihr Getragene als Herz interpretieren. Früh schon erkannte sie ihre bedingungslose Liebe zu Jesus und trat in ein Kloster ein und gründete später selbst noch Klöster (15 Frauenklöster und 16 Männerklöster gehen auf ihr Wirken zurück). Sie schrieb auch mehrere Bücher über ihre Biographie, das Klosterleben und mehr. Sie gilt als größte Mystikerin aller Zeiten. Sie hatte mehrere Visionen und für sie war Jesus ein Freund, das Gebet ein Verweilen mit einem Freund.